Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann

Es trug sich zu, dass die kleine Tilda lange Weile hatte. Sie war erst 8, ging Tag ein, Tag aus in die Schule und hatte jede Menge Spaß mit den anderen Kindern. Das Lernen fiel ihr sehr leicht. Doch es waren Ferien. Sie war zu Hause. Und irgendwie vermisste sie ihre Schulkameraden schon jetzt.

„Was kann ich nur tun?“ überlegte sie. Und plötzlich hatte sie eine Idee. „Wie wäre es, wenn ich für meine Klassenkameraden ein Kinderfest organisiere?“ Schnell rief sie ihre Freundin Sabine an und erzählte ihr von ihrem Vorhaben. Sabine kam auch sofort bei Tilda vorbei.

So saßen die beiden Mädchen bei Tilda im Zimmer und machten einen Plan.

Tilda sprach: „Pass auf Sabine, wir machen ein kleines Kinderfest. Wir besorgen Essen und Trinken und ein paar Süßigkeiten, basteln Preise und veranstalten 3 Stationen.“

Sabine, die von der Idee richtig begeistert war fragte nach: „Welche Stationen sind das denn? Erzähl!“

„Nun wir machen eine Station, die nennt sich „Steh still“. Wir machen Musik an, und wenn diese verstummt müssen alle still stehen. Und wer wackelt fliegt raus.
Die zweite Station wird Eierlauf. Dazu teilen wir alle in 2 Gruppen auf, die gegeneinander kämpfen. Sie müssen von einer Seite auf die andere Laufen. Wenn beide angekommen sind, stellen wir eine Frage. Und wer diese zuerst beantwortet hat, der darf zurück. Die Gruppe die zuerst wieder komplett auf der Startseite angekommen ist, hat gewonnen.
Die dritte Station wird Luftballon Tanz sein. Wir bilden Paare. Jedes Paar was beim Tanzen seinen Luftballon verliert muss raus.“

Sabine fand das alles ganz toll. „Und wie setzen wir das um?“ „Wir schreiben jetzt einen Liste, was wir alles brauchen. Und dann schreiben wir allen eine Einladung.“

Gesagt getan. Sabine begann damit die Einkaufsliste zu schreiben. Tilda suchte bereits die Adressen der Klassenkameraden heraus. Als Sabine fertig war, schrieben die Mädchen die Briefe und brachten sie auch gleich zur Post.

Am nächsten Tag hieß es einkaufen gehen. Innerhalb einer Woche hatte Tilda von allen eine Zusage. Sabine war schon total aufgeregt. Doch es half nichts. Das Fest musste vorbereitet werden. Also ging sie 2 Tage vor dem Fest wieder zu Tilda und half ihr erneut.

Nun war es endlich so weit. Alle waren gekommen und die Mädchen total hippelig. Hoffentlich wird alles so, wie sie sich das vorgestellt haben. Und es ging los.

Während dem Spiel „Steh still“ waren alle noch sehr friedlich. Jeder hatte auf seine Weise Spaß.

Doch beim Eierlauf kam plötzlich ein Streit auf. Inka und Rainer sollten gegeneinander laufen. Doch Rainer verlor immer das Ei. Er schimpfte. „Was für ein doofes Spiel. Das macht doch gar keinen Spaß.“ Schließlich nahm er das Ei in die Hand und ging zur anderen Seite. Inka die mehr Geschick hatte, war längst angekommen. Tilda stellte ihre Frage und Inka antwortete promt. Rainer der ohnehin angefressen war, warf das Ei auf den Boden, setzte sich hin und sagte: „Ich spiel nicht mehr mit.“

„Was für ein Miesepeter“ dachte sich Tilda. Auch beim letzten Spiel machte Rainer wieder Theater. Sabine wollte sich das nicht länger ansehen. Immerhin war Rainer gerade dabei die ganze Stimmung zu verderben. Also ging sie zu ihm und nahm in beiseite.

„Was ist heute los mit dir Rainer? Tilda und ich haben tagelang all das organisiert, damit wir alle zusammen einen schönen Tag haben. Und du kommst hier her, hast schlechte Laune und verdirbst uns den ganzen Tag? Ist das dein Ernst?“

„Ja aber dieses Ei, ich konnte es nicht halten. Und die Frage wusste ich auch nicht. Ich will doch unbedingt einen Preis gewinnen.“ Rainer versuchte sich irgendwie zu verteidigen. Doch es gelang ihm nicht.

Sabine wusste nicht recht was sie davon halten sollte. „Weißt du, es geht nicht immer darum, dass man unbedingt gewinnt. Es geht einzig und alleine um den Spaß den man zusammen hat. Du kannst uns allen diesen Spaß nicht einfach so verderben. Das ist nicht fair.“

Rainer sah es irgendwie ein, dass er sich nicht richtig verhalten hat. Er entschuldigte sich bei den anderen. Und so konnte das Kinderfest ohne Ärger weiter gehen.

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