MdM Mai – Depressionen – Das Umfeld

Jeder der Depressionen hat, neigt sehr stark dazu sich zurück zu ziehen. Man hat kaum noch soziale Kontakte. Lebt quasi für sich allein.
Wichtig aber ist, dass man trotz allem Ansprechpartner hat. An die man sich wenden kann, wenn es einem richtig schlecht geht, man Suizid Gedanken hat. Sofortige Hilfe bekommt man bei der Telefonseelsorge.

Sorgen kann man teilen. 0800/111 0 111 · 0800/111 0 222 · 116 123 Ihr Anruf ist kostenfrei.
Telefonseelsorge:https://www.telefonseelsorge.de/

Aber auch die Familie kann oft helfen, oder Freunde und Bekannte.

Was können Anghörige, Freunde und Bekannte tun?
Was ein depressiver Mensch über haupt nicht gebrauchen kann sind
– gute Ratschläge (er kann damit gar nichts anfangen, weil er sowieso antriebslos ist)

– Sprüche wie „reiß Dich mal zusammen“ (Das ist so ziemlich das schlimmste was man einem depressiven Menschen an tun kann. Ihm zu sagen, dass er sich zusammen reißen soll. Solchen Menschen rate ich immer sich vor zu stellen, sie haben ein gebrochenes Bein: ich nehme ihnen die Krücken weg und sage: Nun reiß dich mal zusammen und lauf gerade)
Fehler gefunden? Es geht nicht!

-Zuhören. Zuhören ohne irgendetwas zu bewerten ist ziemlich wichtig. Sätze wie: „Du musst dies oder jenes machen“ funktionieren nicht. Einer der ne schwere Depression hat, hat gar keine Kraft irgendwas zu tun.

-Depressive Menschen brauchen einfach andere Menschen, wo sie wissen: „Notfalls sind die für mich da.“ Depressive Menschen brauchen aber ganz bestimmt niemanden, der mit erhobenen Zeigerfinger vor ihnen steht. Das Selbstwertgefühl eines Depressiven ist ohnehin im Keller. Und der erhobene Zeigefinger macht am Ende alles nur noch schlimmer.

– Depressive Menschen brauchen Geduld, Sicherheit und Verständnis. So Sprüche wie, Du redest Dir da was ein sind das blanke Gift!

Und der Depressive selbst? Was kann der tun?
Gedankenschraube unterbrechen, sich irgendetwas suchen, was ihn ab lenkt. Irgendetwas positives suchen. Was er trotzdem hat. Vielleicht ein Lied was ihm gut gefällt. Kleine Positive Gedanken schaffen. Auf denen man aufbauen kann. Manches muss man sich an trainieren. Manches kommt aber auch von selbst. Man sollte das einfach zu lassen, in solchen Momenten und sich mit dem Positiven gemeinsam wieder auf bauen.

Und wenn das alles nichts hilft. Dann Arzt auf suchen.

Mit Depressionen um zu gehen ist verdammt schwer. Weil es tatsächlich eine Menge Geduld braucht, man bei einer Depression als solche nichts sieht. Nichts greifbares in der Hand hat. Menschen mit Depressionen sind krank. Manche richtig schwer. Sie leben an sich auch verdammt gefährlich. Weil sie schnell dazu neigen, sich das Leben nehmen zu wollen. Deshalb ist es für das Umfeld auch wichtig wachsam zu sein. Den Depressiven ggf. nicht aus den Augen zu lassen. Und notfalls eben ein zu greifen. Damit es zu keinem Suizid kommt.

Mir hat mal jemand gesagt: „Viele reden sich eine Depression auch ein.“ Solchen Menschen kann ich wirklich nur eins sagen. Der Unterschied zwischen einem Depressiven Menschen und Euch ist ein einziger.

Der eine weiß das er krank ist. Und der andere ist einfach nur zu feige sich damit auseinander zu setzen!

Pauline

Ich bin ich

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