MdM Mai – Depression – Die Gesellschaft

Noch immer sind psychische Krankheiten in der Gesellschaft ein Tabu Thema. Immer und immer wird wird das Thema nur dann auf gegriffen, wenn es wieder mal einen Promi getroffen hat. Immer dann wird darüber diskutiert. Ja und manchmal auch aufgeklärt. Aber das reicht bei weitem nicht aus.

Psychische Krankheiten sind nicht sichtbar. So wie ein gebrochenes Bein z.B.
Psychische Krankheiten spielen ganz oft mir der Seele eines Menschen ein ganz übles Spiel. Oft ist es auch für die Angehörigen schwer, damit um zu gehen.

Jeder der Depression hat kennt diese Sprüche:
„Nun reiß Dich doch mal zusammen“
„Gib Dir mühe, dann schaffst Du das schon.“

Ich vergleiche so etwas gerne mit dem „gebrochenen Bein“. Wer bitte nimmt schon so einem Menschen seine Krücken weg und sagt er möge doch un bitte wieder normal laufen? Wohl wissend, dass eben dieses Bein noch im Gips ist?

Was depressive Menschen brauchen ist Zeit, Geduld und jede Menge Verständnis. Auch dann noch, wenn es wieder etwas länger dauert. Es geht in diesem Moment nicht anders. Depressive Menschen sollte man mit Sprüchen, wie bereits erwähnt, nicht noch zusätzlich belasten. Das Selbstwertgefühl von depressiven Menschen ist ohnehin schon im Keller. Warum also immer noch weiter nach unten drücken?

Für einen der betroffen ist, ist es immer sehr schwer zu beschreiben wie er sich gerade fühlt. Er kann all das irgendwie eben auch einfach nicht beschreiben. Aber…
Es ist wichtig, dass Betroffene auch versuchen zu erklären und vor allem auf zu klären. Auch wenn es noch so anstrengend ist. Manchmal kann dieses darüber sprechen auch frei machen.

Fakt ist, die Gesellschaft muss sich viel mehr damit auseinander setzen. Denn es ist immer auffälliger, dass immer mehr Menschen psychisch erkranken. Es reicht nicht aus zu sagen: Du bist jetzt krank.

Ich persönlich denke, dass es an der Zeit ist auch nach den Ursachen zu forschen. Heut zu Tage muss jeder auf seine Art und Weise funktionieren. Und tut er das nicht, landet man heut zu Tage ziemlich schnell auf dem Abstellgleis. Der Leistungsdruck wird heut zu Tage immer größer und größer.

Der Mensch ist eben was er ist. Ein Mensch und keine Maschine

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