MdM Mai – Depression – Suizid Gedanken

Eine Depression kann im Ernstfall für einen selbst richtig gefährlich werden. Warum?

Während man in einer Depression hängt rattert die Gedanken – Schraube. Was nichts anderes heißt, als das man grübelt und grübelt und grübelt. Die Gedanken – Schraube dreht sich unaufhörlich weiter. Man geht es damit los, dass man einfach denkt. „Mir geht es so mies, ich tauge zu gar nichts.“ Die Gedanken – Schraube führt dazu, dass man diesen einzigen Satz immer weiter aus baut.

Ich tauge zu gar nicht.
Ich bin eine totale Niete.
Auf mich kann man sich nicht mehr verlassen.
Alles was ich mache geht schief.
Es ist schon richtig, dass niemand mehr mit mir zu tun haben will.
Ich bin sowieso nichts wert.

Das ist nur ein ganz kleines Beispiel einer Gedanken – Schraube. Diese Gedanken sind aber nicht rational. Weil es Gedanken innerhalb einer Depression sind. Im normal Fall:

Hat man schon so viele Dinge erledigt.
Hat man schon so viele Dinge im Leben erreicht.
Hat man schon so viel auch für andere getan, war für sie da. Die anderen konnten sich auf einen verlassen.
Es geht niemals alles schief.
Hat man ja Freunde und Verwandte, mit denen man zu tun hat.
Ist man etwas wert.

Wenn man diese Gedanken – Schraube in einer Depression nicht unterbricht, kann das dazu führen, dass man nicht mehr leben will. Spätestens hier sollte und muss man dringend einen Arzt auf suchen. Egal zu welcher Tageszeit.

Hat man keine Möglichkeit zu einem Arzt zu kommen, sollte man einen Notruf wählen. Der einen für diesen Moment wieder aus der Situation holt.

Sorgen kann man teilen. 0800/111 0 111 · 0800/111 0 222 · 116 123 Ihr Anruf ist kostenfrei.
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Was ich über all die Jahre gelernt habe ist, die Gedanken – Schraube zu unterbrechen. Das funktioniert natürlich nicht von jetzt auf gleich, von einer Minute zur anderen. Aber man kann sich das an trainieren. In dem man das übt, schon bevor die Gedanken – Schraube an fängt los zu rattern.

Ich habe da zwei Wege:
-Stecker ziehen. Das bedeutet nichts anderes als das ich, wenn ich merke, die Gedanken – Schraube rattert los, ihr den Saft weg nehme. Ohne Strom läuft diese Schraube nicht.
– STOP Schild. Das habe ich ebenfalls im Kopf. Fein zusammengefaltet in irgendeiner „Schublade“. Und wenn das Stecker ziehen nicht hilft, pumpe ich das STOP – Schild im Kopf einfach auf. Ich nehme dieser Schraube quasi den Platz weg, um sich weiter drehen. Meistens löst sie diese Schraube schon dabei auf, wenn ich mir vorstelle, dass das Schild immer größer wird.

Egal wie lange sich die Gedanken – Schraube dreht, egal wie weit runter sie einen zieht. Suizid ist und bleibt keine Lösung. Suizid ist kein Befreiungsschlag von einer Depression. Suizid verlagert den Kummer den man selbst hat nur. Auf all die Menschen, die einen mögen (Freunde), auf die Menschen die man hat (Familie, KINDER!!!) Kein Kind dieser Welt hat es verdient seine Mutter oder seinen Vater durch Suizid zu verlieren. Keine Mutter, kein Vater hat es verdient, sein eigenes Kind durch Suizid zu Grabe zu tragen.

Depression ist eine ganz ganz miese Krankheit. JA! Aber wer sie hat, sollte dieser Depression niemals so viel Macht geben, damit sie bestimmt, wie lange man zu leben hat.

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