Weihnachtsgeschichte

Es war einmal…
Ein alter Mann. Der trotz Frühlingswetter mit seinem roten Mantel und nem dicken Sack durch den Wald ritt. Und obwohl es ja nicht mal kalt war und kein Schnee lag, war ihm frisch. Sein Rentier legte ein Tempo an den Tag, dass dem Weihnachtsmann, die Nase dennoch einfror.

Als das Rentier den Weihnachtsmann eine Weile durch den Wald getragen hatte, war es langsam dunkel. Am Himmel leuchteten die ersten Weihnachtssterne und die Weihnachtsengel flogen durch die Bäume. Plötzlich sah das Rentier ein Licht und bremste so sehr, dass der Weihnachtsmann bald vom Rücken des Tieres flog.

„Hee Rudolf. Geht’s Dir noch gut? Warum bremst Du so? Wir haben nicht mehr viel Zeit. Bald ist Weihnachtsabend. Wir müssen pünktlich bei den Menschen sein. „ Um dem ganzen noch ein wenig Ernsthaftigkeit zu verleihen, fuchtelte der Weihnachtsmann mit seiner Rute.

Rudolf, der vor der Rute längst keine Angst mehr hatte, wieherte nur und streckte seine Nase Richtung Licht.

„Lass uns hin gehen.“ Sprach der Weihnachtsmann. Beide gingen dem Licht entgegen und entdeckten ein Haus. Vor dem Haus sahen sie einen ebenso alten Mann, der dem Weihnachtsmann sehr ähnlich sah, der irgendwas suchte. „Hee Nikolaus, mein guter Bruder, Sei mir gegrüßt. Sag was suchst Du denn so aufgeregt?“

„Ach Brüderchen“ sprach der Nikolaus. Ich wusste, dass Du vorbei schaust. Und ich suche einen Brief.
„Einen Brief? Die Zeit der Wunschzettel ist doch vorbei. So kurz vorm Fest kann ich leider keine Wünsche mehr erfüllen.“

„Nein es ist ein Brief. Wie soll ich sagen. Er ist von Holla, der Waldfee. Sie möchte… na ja sie meinte, dass Du immer ganz alleine bist. Und sie wäre sehr gerne Deine Weihnachtsfrau. Sie hofft das sie jeden Tag ein Geschenk von Dir bekommt.“

Der Weihnachtsmann konnte nicht glauben was er da hörte und schwieg zu all dem. „Nikolaus, nun erklär mir mal lieber warum Du meinen Schlitten hast. Der Rudolf bricht unter der Last des Sackes ja fast zusammen.“

„Eigentlich wollte ich ihm Räder anbauen, aber erstens bist Du viel zu schnell hier gewesen und zweitens hab ich ja diesen Brief gesucht.“

Dem Weihnachtsmann dauerte das alles viel zu lange. Er nahm sein Rentier schwang sich wieder auf Rudolfs Rücken und zog weiter.

Es vergingen einige Stunden bis die beiden das Reich der Menschen erreichten. Schon von weitem sahen sie die vielen kleinen Wichtel durch die Straßen und Gassen flitzen, die emsig halfen alles für das Eintreffen des Weihnachtsmannes vorzubereiten.

In den Häusern der Menschen funkelten die Lichter der Weihnachtszeit. Schwippbogen erhellten die Fenster. Weihnachtsbäume, geschmückt mit Lametta, Weihnachtskugeln und Lichterketten standen in den Wohnzimmern. Überall roch es nach frisch gebackenen Plätzchen, Pfefferkuchen und Spekulatius.

Rudolf hob seine Vorderhufe und wieherte laut. „Rudolf“ sprach der Weihnachtsmann. „Wirst Du wohl leise sein!“ Die Menschen dürfen uns noch nicht entdecken. Rudolf sah den Weihnachtsmann an und schwenkte den Kopf. Der Weihnachtsmann sah in die Richtung und entdeckte Willi den Wichtel, der sichtlich schwer zu tragen hatte. „Willi“ rief der Weihnachtsmann was trägst Du da so schwer?“ „Ach Weihnachtsmann „ sprach Willi „ich bin sooo müde“. Ich würde mich gerne ausruhen. Aber eine Familie hat so kurz vor Weihnachten noch ein Pfefferkuchenhaus bestellt. Und vergessen den Weihnachtsstollen zu kaufen. Ich bringe den eben noch vorbei. “ Es wird höchste Zeit, dass das Christkind kommt, Du die Geschenke verteilst und wir Wichtel uns zur Ruhe setzen und den Liedern der Menschen lauschen können.“

„Willi“ sprach der Weihnachtsmann. „Hab noch einen Moment Geduld.“ Bald ist es soweit. Mit diesen Worten war Willi auch schon wieder verschwunden. Rudolf und der Weihnachtsmann ritten leise durch die Stadt und schauten von draußen in die Fenster. Sie freuten sich sehr und hin und wieder rochen sie den Duft der Räuchermännchen.

Die Menschen selbst waren wie jedes Jahr total aufgeregt ob ihnen der Weihnachtsmann nun Geschenke bringt oder es mal wieder was mit der Rute gibt.

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