Es ist egal (“?”)

Es ist egal wann wir geboren werden. Wir können es uns nicht aus suchen.
Es ist egal wer uns auf die Welt bringt. Wir können es uns nicht aus suchen.
Es ist egal wo wir auf der Welt landen. Wir können es nicht beeinflussen.
Es ist egal wie lange wir Leben. Wir sind alle nur zu Gast auf diesem Planeten.

Wir sind alle zu Gast auf diesem EINEN Planeten. Den wir mieten können, so lange wir leben. Den wir mieten können, aber niemals besitzen.

Wir können Glück haben, weil wir mitten in Europa auf die Erde “geknallt” sind. In einem Land, wo man ziemlich cool leben kann. Eine Zukunft hat. Mit allem drum und dran. Ohne Krieg.
Wir können Pech haben, weil wir irgendwo auf die Erde “knallen”. Wo Kriege sind. Wo Kinder vor Hunger nicht schlafen können.
Wir können unser Leben gestalten. Die einen wie sie es sich wünschen, die anderen so, dass sie irgendwie in den nächsten Tag kommen.

Wir kommen alle durch den Tag. Irgendwie. Manche aber schaffen es nicht mehr. Bis in den nächsten Tag. Dabei lag das Leben noch vor ihnen.
Jeder lebt irgendwie sein Leben. An dem Fleck dieser Erde, wo er geboren wurde.

Wir, die auf dem reichen Teil der Erde leben dürfen, wir reisen auch einfach mal los.
Wir sehen uns die Welt an. Die große weite Welt.
Manche sind mutig. Sie reisen auch zu denen, die bei der Geburt Pech hatten. Und vereinzelt bleiben sie auch da um zu helfen. Das Elend zu bekämpfen.
Menschen machen sich auf den Weg. Sie ertragen das Leid nicht mehr. Ihren Schmerz, den Krieg, sie flüchten vor Hunger und Tod. Und laufen einfach los. Sie haben von denen gehört die Glück hatten – bei der Geburt-.

Sie kommen an. Größtenteils werden sie herzlich empfangen. Aber nicht von allen. Weil die Angst bei denen die Glück hatten viel größer ist als die Empathie.

Ich denke, lasst uns doch Freunde sein. Du und ich. Du, der eben das Pech hatte und auf der falschen Seite dieses Planeten gelandet ist. Und ich, die wahrscheinlich nur im Ansatz verstehen und nachvollziehen kann, was für ein schreckliches Leben Du gehabt haben musst.
Manchmal schäme ich mich. Weil ich so viel Glück hatte. Es hätte auch für zwei gereicht.

Lasst uns doch einfach Freunde sein. Auf diesem Planeten. Der unser aller zu Hause ist. Lasst uns Freunde sein und uns untereinander unterstützen.

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